Kirchengemeinde
Idensen-Mesmerode

 

 

 

 

 

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Wer erkennt es – Januar 2026

WerkenntJan26Ein neues Jahr hat begonnen, 2026 ist gestartet. Der Beginn eines neuen Jahres erzeugt bei mir immer das Bedürfnis, zurückzublicken auf das vergangene Jahr. Was ist geschehen, was habe ich erlebt, was gab es Besonderes? Und wenn ich so zurückschaue, kommt mir ein Lied immer wieder in den Sinn. Hier kommt der Text dazu:

Ich steh' auf, und nichts bringt mich mehr 'runter.
Dich hat's hart getroffen?
Ich hab hier schon das Härteste gesehen.
Und ich versteh' doch, Baby, wie du dich fühlst.
Du musst die Dinge nehmen, wie sie kommen,
Und mit dem umgehen, was wirklich ist.

Ah, schau doch mal, ich stehe hier,
Mit dem Rücken an die Music Box gelehnt.
Ich bin doch nicht das Schlechteste, was du je gesehen hast -
Ah, verstehst du nicht, was ich dir damit sagen will?

Ah,
Könntest genauso gut springen
Spring!
Könntest genauso gut springen
Spring doch!
Spring!
Spring doch!


Uuh, oh
"Hey, du!"
"Wer hat das gesagt?"
"Baby, wie ist's dir ergangen?"
Du sagst, du weißt es nicht...
Du wirst es nicht herausfinden, bis du anfängst

So, schau doch mal, ich stehe hier,
Mit dem Rücken an die Music Box gelehnt.
Ich bin doch nicht das Schlechteste, was du je gesehen hast -
Ah, verstehst du nicht, was ich dir damit sagen will?

Ah,
Könntest genauso gut springen
Spring!
Könntest genauso gut springen
Spring doch!
Spring!
Spring doch!

Könntest genauso gut springen

Spring!
Spring doch!
Krieg's zum Laufen, spring!
Spring!
Spring doch!
Spring!
Spring!
Spring!
Spring!

 

Fangen wir dieses Mal doch mal mit einer Definition an. Was ist denn „Springen“ überhaupt? Wikipedia schreibt: „Springen (Nomen: Sprung) ist das Abschnellen des Körpers vom Boden, wobei ein oder mehr Füße eingesetzt werden, um Höhe, Weite oder Tiefe zu überwinden. Kleine Sprünge heißen auch Hüpfer, Sprünge mit geschlossenen Beinen werden als Schlusssprung bezeichnet.[1] Die Tätigkeit kann von Menschen und von Tieren – z. B. Pferden – ausgeführt werden. Es ist eine der ältesten körperlichen Übungen.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Springen

Und schon meine erste Nachfrage: ist es wirklich nur eine körperliche Übung? Ja, das ist das, an was man als erstes denkt. Aber wie oft überlegt man sich doch vor einer Handlung: soll ich das wirklich tun? Und springt dann vielleicht doch geistig ab? Meiner Meinung nach ist der Sprung also sowohl körperlich als auch im geistigen Sinn möglich, ja sogar nötig, um Neues zu erreichen.

Springen ist das Abschnellen des Körpers vom Boden. Man hat also keinen Kontakt mehr mit dem Boden, schwebt also über allem, bis man wieder an anderer – neuer - Stelle aufsetzt. Konnte man vorher sehen, was und wie es dort sein wird? Vielleicht. Vielleicht aber auch nur zum Teil oder auch gar nicht. Spannend, wohin das Leben einen so treibt.

Als erstes kommt mir ein Bild in den Sinn: ein Kind steht auf dem 10m-Brett und überlegt, ob es hinunterspringen soll. Für mich ist es das Sinnbild des Überwindens der eigenen Angst. Im Kopf ist das Wissen vorhanden, dass eigentlich gar keine Gefahr besteht, das Wasser wird einen auffangen, es sind keine Steine oder andere Gegenstände im Wasser und der Bademeister steht nebenan und würde einen im Notfall retten. Und dennoch spricht der Bauch: Bist du des Wahnsinns, dich diese riesige Tiefe hinabstürzen zu wollen? Und wenn du dich dann überwunden hast, was für ein wunderbares Gefühl!

Dieses Gefühl hat man eigentlich immer, wenn man gesprungen ist, wenn man Dinge das erste Mal macht, wenn man sich auf Unbekanntes einlässt. Erinnern wir uns doch an unseren ersten Kuss, unsere erste Beziehung. Wir wussten damals noch nicht, worauf wir uns einlassen, haben es aber dennoch getan. Wir sind gesprungen.

Im Text heißt es: „Ich steh' auf, und nichts bringt mich mehr 'runter.“ Wenn man gesprungen ist, dann gibt es kein Zurück mehr. Wenn es nur um den körperlichen Sprung geht, dann kann man wieder den Sprungturm hochklettern. Aber: man ist schon einmal gesprungen, man hat eine Erfahrung gemacht, die einem nicht genommen werden kann. Man kennt zumindest ein mögliches Ergebnis. Und das kann man nicht zurücknehmen, das bleibt einem, ob im positiven oder im negativen Sinn.

„Ich hab hier schon das Härteste gesehen.“, so geht es im Text weiter. Denn natürlich wird man nicht immer weich landen. Manchmal passiert einfach nichts. Manchmal wird man enttäuscht, verraten, verletzt. Auch diese Erfahrungen bleiben einem, auch diese kann man nicht zurücknehmen.

Weiter heißt es: “ Und ich versteh' doch, Baby, wie du dich fühlst. Du musst die Dinge nehmen, wie sie kommen, und mit dem umgehen, was wirklich ist.“ Mitnehmen, was kommt. Im Positiven wie im Negativen damit umgehen, wohin einen der Sprung gebracht hat. Und immer wieder das Gefühl des Sprunges erleben und sich überwinden, zu springen. Das Gefühl ist dann bekannt, ja, man weiß, wie sich die Personen vor einem Sprung fühlen.

Denn wenn wir ehrlich sind, ist es das Gefühl bei jedem eigenen Sprung - eigentlich bei jedem Mal, bei dem wir Vertrauen schenken – gleich oder zumindest ähnlich: werden wir enttäuscht oder fängt uns warmes und weiches Wasser auf? Sollen wir wirklich springen?

Gibt es eine Alternative zum Springen?

Natürlich kann man sich gegen das Springen entscheiden. Manchmal ist es mutiger, sich dagegen zu entscheiden, den Sprungturm wieder über die Leiter zu verlassen und sich der Kritik zu stellen, man habe sich nicht getraut. Vielleicht war ja noch nicht der richtige Zeitpunkt erreicht?

Aber auf Dauer wird man Springen. Denn ansonsten würde man im Leben stillstehen, in seinen Gewohnheiten verbleiben und nichts Neues mehr erleben. Man würde am Fenster sitzen und auf die Straße schauen und zusehen, wie anderen das Leben geschieht, aber nicht mehr selber am Leben teilnehmen. Und das wäre ein Verschenken der Lebenszeit.

Die evangelische Jahreslosung 2026 lautet: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5). Alles neu werden kann aber nur mit Veränderungen. Und es gibt nur Veränderungen, wenn man sie zulässt und sich auf sie einlässt, indem man springt. Und vor 2000 Jahren ist so Vieles neu geworden, das Kind in der Krippe zeugt von einem Neuanfang. Wenn man so will: der Sprung Gottes in das Vertrauen von uns Menschen. Es liegt an uns, ob das Vertrauen gerechtfertigt ist.

Wie gesagt: man muss nicht jedes Mal springen. Aber man sollte es ab und zu tun. Und je öfter man es tut, um so leichter fällt einem der Sprung, desto weiter, tiefer traut man sich zu springen. Wohin es einen führt? „Du wirst es nicht herausfinden, bis du anfängst“.

Und? Wer hat es erkannt? Es ist das Lied „Jump“ und ist ein Lied von Van Halen aus dem Jahr 1983, das auf dem Album 1984 veröffentlicht wurde. Es hielt sich in Deutschland für 16 Wochen auf Platz 4 in den Charts.

"Jump" gehört unbestritten zu den bekanntesten Songs der kalifornischen Hard-Rock-Band Van Halen. Das Lied ist der zweite Track auf dem Album "1984" und wurde am 21. Dezember 1983 als Single ausgekoppelt. Für Van Halen war "Jump" kommerziell ein Riesenerfolg. In den USA belegte der Song fünf Wochen lang Platz 1. An die Chartspitze kletterte "Jump" auch in Kanada und Italien; in Großbritannien, Österreich, der Schweiz und Deutschland wurde das Lied immerhin zum Top-Ten-Hit. https://www.radiobob.de/van-halen-mit-jump

„Mit Jump landen Van Halen den größten Hit ihrer Karriere. … Heute gehört die Nummer zur Standardausstattung sogar im Mainstream-Radio und läuft ständig bei Sportveranstaltungen. Tausende Bands spielen das Stück nach, scheitern dabei aber nicht selten, wenngleich verzeihlicherweise am Gitarrensolo, das Eddie aus zwei Takes zusammengesetzt hat und zu seinen liebsten Soli zählt. https://thecircle.de/blogs/popkultur/zeitsprung-21-12-1983-erscheint-jump-von-van-halen

Was schreibt denn das Netz zur Bedeutung dieses Liedes?

„So energetisch und fröhlich der Song mit Ohrwurm-Potenzial auch klingt, sein Text ist von einem makabren Thema inspiriert. Van Halens Sänger David Lee Roth schrieb den Text um eine Zeile herum: "Go ahead and jump". Diese Zeile kam ihm in den Sinn, als er die Nachrichten im Fernsehen sah. Ein Mann stand auf dem Dach des Arco Tower und drohte, sich runterzustürzen. David Lee Roth dachte in diesem Moment, dass es bei solchen Ereignissen immer mindestens eine Person unter den Schaulustigen gibt, die in so einer Situation "Spring doch!" – also "Go ahead and jump" – rufen würde.
Roth schreibt den Text zu "Jump" liegend auf dem Rücksitz seines Cabrios, während sein Roadie Larry Hostler ihn durch Los Angeles kutschiert.
Textlich geht es in "Jump" nicht um Suizid. Vielmehr stellt die Zeile "Go ahead and jump" eine Aufforderung dar, in Liebesdingen ein Wagnis einzugehen und zur Sache zu kommen. Das farbenfrohe und mit einem MTV Video Music Award ausgezeichnete Video zum Song unterstreicht den lebenslustigen Inhalt des Textes. … Mit Jump landen Van Halen den größten Hit ihrer Karriere.“ https://www.radiobob.de/van-halen-mit-jump

Und: „Liest man den Text genauer, so handelt „Jump“ von Durchhaltevermögen und dem Mut, es zu wagen – man kann es ja genauso gut wagen – selbst in den schwierigsten Zeiten.“ https://americansongwriter-com.translate.goog/the-mixed-meanings-behind-one-of-van-halens-final-hurrahs-together-jump

Und so verbleibt mir nur noch, allen das Durchhaltevermögen und den Mut für uns alle zu wünschen, zu springen und die Ergebnisse der Sprünge auszuhalten, im Positiven wie im Negativen. Ich wünsche allen aber erfolgreiche, gute Sprünge für das Jahr 2026!

geschrieben von Kirsten Gutleben

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Der aktuelle Gemeindebrief von Gemeindebrief von Dezember 2025 bis Februar 2026 ist hier verfügbar:

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Bisherige Ausgaben finden Sie in unserem Archiv.

 

Nächste Gottesdienste

1 Jan.
Regionalgottesdienst zu Neujahr
Kirche Kolenfeld
01.01.26 18:00 - 19:00
[Gottesdienst der Gemeinde außerhalb]
Regionalgottesdienst zu Neujahr
01.01.26 18:00 - 19:00
4 Jan.
Gottesdienst zur Jahreslosung
Neue Kirche [Saal]
04.01.26 10:30 - 11:30
[Gottesdienst in der neuen Kirche]
Gottesdienst zur Jahreslosung
04.01.26 10:30 - 11:30
18 Jan.
Gottesdienst
Neue Kirche [Saal]
18.01.26 10:30 - 11:30
[Gottesdienst in der neuen Kirche]
Gottesdienst
18.01.26 10:30 - 11:30
1 Feb.
Gottesdienst
Neue Kirche [Saal]
01.02.26 10:30 - 11:30
[Gottesdienst in der neuen Kirche]
Gottesdienst
01.02.26 10:30 - 11:30
14 Feb.
Regionaler Gottesdienst zum Valentinstag
St. Severin Landringhausen
14.02.26 17:00 - 18:00
[Gottesdienst der Gemeinde außerhalb]
Regionaler Gottesdienst zum Valentinstag
14.02.26 17:00 - 18:00
15 Feb.
Gottesdienst
Neue Kirche [Saal]
15.02.26 10:30 - 11:30
[Gottesdienst in der neuen Kirche]
Gottesdienst
15.02.26 10:30 - 11:30

Weitere nächste Veranstaltungen

6 Jan.
Gemeindebüro geöffnet
Datum 06.01.26 9:30
9 Jan.
Spieleabend
Neue Kirche [Saal]
09.01.26 18:00 - 20:00
[Gemeindearbeit]
Spieleabend
09.01.26 18:00 - 20:00
13 Jan.
Gemeindebüro geöffnet
13.01.26 9:30
13 Jan.
Musik-Pusteblumen
Neue Kirche [Saal]
13.01.26 15:00 - 15:45
[Gemeindearbeit]
Musik-Pusteblumen
13.01.26 15:00 - 15:45
13 Jan.
Musik-Gänseblümchen
Neue Kirche [Saal]
13.01.26 15:45 - 16:30
[Gemeindearbeit]
Musik-Gänseblümchen
13.01.26 15:45 - 16:30
15 Jan.
Kirchenvorstandssitzung - öffentlich
Neue Kirche [Saal]
15.01.26 19:00 - 22:00
[Kirchenvorstand]
Kirchenvorstandssitzung - öffentlich
15.01.26 19:00 - 22:00

 

 

 

 

Sigwardskirche nacht

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