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Wer erkennt es – November 2019

WererkenntNov19In diesem trüben, regnerischen Tagen lässt es sich gut über das Leben sinnieren. Gerade richtig kommt da das Lied , welches ich für den heutigen Monat ausgesucht habe. Hier noch einmal der Text:

Mein ganzes Leben
jage ich einem Traum nach
Aber all die Momente, dazwischen
Ja, das ist alles was ich brauche

Wie der Mond zieht die Flut
Ich hatte schon immer dieses Lied im Inneren
Seit ich geboren wurde, ja ich fühle es in meinen Adern
Ich bin gerannt, nur um zu sehen
Was das alles bedeuten soll
Wusste ich nicht, aber ich hatte so viel übrig zu sagen,

Ich blicke zurück ohne zu bedauern
Sage all die Dinge, die ich sollte gesagt haben
Tue, was ist mir wichtig, jeden Tag
Weil, wenn du nicht fragst, bekommst du nicht
Ich muss glauben, dass es das ist
Wir sollten so leben als gäbe es keinen anderen Weg,

Mein ganzes Leben
jage ich einem Traum nach
Aber all die Momente, dazwischen
Ja, das ist alles was ich brauche
Mein ganzes Leben
zielt auf die Ziellinie
Ich habe nie wirklich die Zeit genommen,
Aber das ist alles was ich, alles was ich brauche
Es ist alles, was ich brauche‚ es ist alles was ich brauche
Es ist alles, was ich jemals jemals jemals jemals
Mein ganzes Leben
jage ich einem Traum nach
Aber all die Momente, dazwischen
Ja, das ist alles was ich brauche

Wir denken immer an das Nächste
Wir machen den Dreck um uns sinnvoll
Aber wir vergessen, das sind die Erinnerungen, die wir machen
Ich denke, was ich versuche zu sagen
ist: halte eine Sekunde mit mir inne
Ich habe es so vermisst, deshalb werde ich nicht zulassen, dass dies entwischt.

Ich blicke zurück ohne zu bedauern
Sage all die Dinge, die ich sollte gesagt haben
Tue, was ist mir wichtig, jeden Tag
Weil, wenn du nicht fragst, bekommst du nicht
Ich muss glauben, dass es das ist
Wir sollten so leben als gäbe es keinen anderen Weg,


Mein ganzes Leben
jage ich einem Traum nach
Aber all die Momente, dazwischen
Ja, das ist alles was ich brauche
Mein ganzes Leben
zielt auf die Ziellinie
Ich habe nie wirklich die Zeit genommen,
Aber das ist alles, was ich‚ alles, was ich brauche
Es ist alles, was ich brauche‚ es ist alles was ich brauche
Es ist alles, was ich jemals jemals jemals jemals
Mein ganzes Leben
jage ich einem Traum nach
Aber all die Momente, dazwischen
Ja, das ist alles was ich brauche, yeah

Was immer kommen wird
Wartet an einer Kreuzung
Ich weiß, es ist der richtige Zeitpunkt
Ich mache es zu meinem
weil ich gewartet habe

Mein ganzes Leben
jage ich einem Traum nach
Aber all die Momente, dazwischen
Ja, das ist alles was ich brauche
Mein ganzes Leben
zielt auf die Ziellinie
Ich habe nie wirklich die Zeit genommen,
Aber das ist alles was ich, alles was ich brauche
Es ist alles, was ich brauche‚ es ist alles was ich brauche
Es ist alles, was ich jemals jemals jemals jemals
Mein ganzes Leben
jage ich einem Traum nach
Aber all die Momente, dazwischen
Ja, das ist alles was ich brauche

Den Spruch, der Weg ist das Ziel, kennt wohl jeder. Gesagt wurde er von Konfuzius, ein chinesischer Philosoph, der 551 v. Chr. bis 479 v. Chr. lebte. Ein solch alter Spruch, aber immer noch hoch aktuell. Ist es nicht so, dass wir im Alltag von Termin zu Termin hetzen, um möglichst viel zu erleben, mitzunehmen oder zu erreichen. Und dabei verlieren wir doch oft genug das Wesentliche aus dem Auge. 

Vor kurzen habe ich eine Jugendliche mit einem T-Shirt gesehen, auf dem stand:

                                               Yesterday

                                                NOW!

                                               Tomorrow

Das trifft das Wesentliche ziemlich gut: Lebe im Jetzt! Auch in der Bibel in Matthäus, Kapitel 6 finden wir: 25 Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung? 26 Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? 27 Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget. Und genau das sagt uns dieses Lied: „Mein ganzes Leben jage ich einem Traum nach. Aber all die Momente, dazwischen. Ja, das ist alles was ich brauche“. Die kleinen Momente dazwischen, der Glücksmoment wie Herbert Grönemeyer singt, das sind die wichtigen Dinge im Leben. Das sind die Momente, die das Leben schön und wertvoll machen, an die man sich später erinnert.

Wenn man im „Jetzt“ lebt, braucht man sich auch keine Gedanken machen, was andere darüber denken, was man tut oder sagt. „Sage all die Dinge, die ich sollte gesagt haben. Tue, was ist mir wichtig, jeden Tag“ Wie entspannt ist das denn? Einfach nicht nachdenken, machen. Was für einen selbst wichtig ist. Und das Entscheidende dabei ist: Das tut dem Gegenüber gut, er nimmt es nicht übel. Es ist ja auch nicht gehässig oder böse, denn dann wäre es ja wieder an die Zukunft oder Vergangenheit gedacht, es geht um die Gegenwart und ist daher – solange es andere nicht einengt oder in den Rechten verletzt - immer richtig. Aber so ticken wir Menschen leider meist nicht; Gesagtes oder Gehandeltes wird eigentlich immer im Bezug zu Vorherigem gestellt. Eigentlich schade, anders wäre echt befreiend.

Im Text heißt es weiter: „Mein ganzes Leben zielt auf die Ziellinie. Ich habe nie wirklich die Zeit genommen, aber das ist alles was ich, alles was ich brauche“. Zeit nehmen, bewusst wahrnehmen, die Momente entdecken. Das ist wichtiger als das Ziel. Der Weg ist das Ziel, so sagt schon der Volksmund. Bei einem Spaziergang leben wir das, aber doch ansonsten leider viel zu selten. Carpe diem (Lat. für dt. „Genieße den Tag“ oder wörtlich: „Pflücke den Tag“) ist eine Sentenz aus der um 23 v. Chr. entstandenen Ode „An Leukonoë“ des römischen Dichters Horaz (* 65 v. Chr.; † 8 v. Chr.). Sie fordert in der Schlusszeile als Fazit des Gedichtes dazu auf, die knappe Lebenszeit heute zu genießen und das nicht auf den nächsten Tag zu verschieben.

Man sollte einmal am Tag innehalten, überlegen, was habe ich an Schönem erlebt, was war an diesem Tag besonders. Das kann eine besondere Himmelsfärbung in der Abenddämmerung sein, ein nettes Wort vom Kollegen oder auch ein Lächeln von einem Fremden. Etwas Schönes erlebt man meist, man muss es nur erkennen.

Und? Wer hat es erkannt? Es ist das aktuelle Lied von Michael Schulte „All I need“. Veröffentlicht wurde das Lied im August dieses Jahres und wird immer häufiger im Radio gespielt. Ich mag das Lied und freue mich schon auf das nächste Mal. Das Bild vom letzten Mal ist vor der Mehrzweckhalle in Mesmerode aufgenommen, direkt neben dem Brunnen steht diese Eule. Ich bin gespannt, wer den Hotspot dieses Mal erkennt.

Ich wünsche uns allen, jede Menge Glücksmomente, die es uns einfach machen, im Jetzt und Hier zu leben. Die es uns einfach machen, Innezuhalten. Nicht gestern, nicht morgen, jetzt.

                                                                       Geschrieben von Kirsten Gutleben

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