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Neuigkeiten unserer Gemeinde

WererkenntOkt20Wer erkennt es - Oktober 2020

Es beginnt die goldene Herbsteszeit und die Birnen leuchten weit und breit.. So heißt es in einem Gedicht von Theodor Fontane. Schon ist da Jahr weit vorangeschritten, die Blätter färben sich bunt und das Wetter wird windig und stürmisch. Und natürlich gibt es auch in diesem Monat wieder ein „Wer erkennt es“. Wie immer noch einmal den von Google übersetzten Text:

Jedesmal wenn ich in den Spiegel schaue,
werden all' die Falten in meinem Gesicht deutlicher.

Die Vergangenheit ist vorüber,
ging vorbei wie die Dämmerung im Morgengrauen.
Ist das nicht die Art,
wie alle ihre Schulden im Leben zu begleichen haben?

Ja, ich weiss, niemand weiss,
woher es kommt und wohin es geht.
Ich weiss, es ist die Sünde aller.
Du musst verlieren, um zu verstehen, wie man gewinnt.

Mein halbes Leben ist in beschriebenen Buchseiten
Lebe und lerne von Narren und Weisen.
Du weisst, es ist wahr,
dass alles einen irgendwann einholt.

Sing mit mir, sing für das Jahr,
sing für das Lachen und sing für die Tränen.
Sing mit mir, und wenn es nur für heute ist.
Vielleicht holt dich morgen der gute Gott

Gut, sing mit mir, sing für das Jahr,
sing für das Lachen und sing für die Tränen.
Sing mit mir, und wenn es nur für heute ist.
Vielleicht holt dich morgen der gute Gott

Träume weiter, träume weiter, träume weiter.
Träum dir einen Traum in die Wirklichkeit.
Träume weiter, träume weiter, träume weiter.
Träume bis dein Traum Wirklichkeit wird.
Träume weiter, träume weiter, träume weiter, träume weiter,
träume weiter, träume weiter, träume weiter.

Sing mit mir, sing für das Jahr,
sing für das Lachen und sing für die Tränen.
Sing mit mir, und wenn es nur für heute ist.
Vielleicht holt dich morgen der gute Gott

Sing mit mir, sing für das Jahr,
sing für das Lachen und sing für die Tränen.
Sing mit mir, und wenn es nur für heute ist.
Vielleicht holt dich morgen der gute Gott

Je älter wir werden, je mehr Falten wir in unser Gesicht gezaubert bekommen, desto mehr gehen unsere Gedanken um die Frage „woher kommen wir“, „wohin gehen wir“ und „was ist eigentlich der Sinn des Lebens“.

Es ist nicht wissenschaftlich bewiesen, wohin unsere Reise geht; wenn es nicht um den reinen Körper geht. Es geht um unseren Geist, um unsere Seele: was geschieht mit ihr, wenn wir sterben, wo ist sie, bevor wir geboren werden? Wirklich wissen wir erst, wenn wir gestorben sind, wenn wir zurückkehren dahin, woher wir gekommen sind.

Die Gewissheit, wir kommen vom Heiligen Geist, wir kehren zu ihm zurück, liegt in unserem Glauben an Gott. In Johannes, Kap. 29 heißt es nach dem Bericht über den ungläubigen Thomas: „Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ Aber reicht sehen denn aus? Wie oft verändern wir Menschen rückblickend die Geschichten, die wir erlebt haben. Dann zweifeln wir an, was wir gesehen haben und ruckeln den Ablauf in unser Weltbild. Anders konnte es ja gar nicht gewesen sein. Auch wenn es das eigentlich war.

D.h. sehen heißt nicht unbedingt glauben. Glauben heißt nicht unbedingt wissen. Und dennoch können wir in Gott vertrauen. Wir können auf ihn bauen und er wird uns stützen. „Wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.“ (Johannes 11,26).

Der Tod ist einzige, was sich im Leben nicht berechnen lässt: Er kommt, wann er will, sagt der Volksmund, und nimmt damit biblische Weisheiten auf. Aus dieser Ungewissheit sollte jedoch tunlichst keine Panik entstehen, sondern eine Gelassenheit: „Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit.“ (Pred. 3;1)

Und weil wir unsere Zeit nicht berechnen können, ist es umso wichtiger, diese geschenkte Zeit zu nutzen. In dem Lied gibt es zwei Aufforderungen: Sing mit mir und träume weiter.

Singen ist für mich ein Ausdruck von Lebensfreude, Lieder vermögen meine Stimmung aufzugreifen und aufzuhellen. Liedtexte geben mir einen Ausblick auf das was sein könnte, wie eine Lösung aussieht und geben mir Hoffnung. Und nicht zuletzt: singen fördert die Gemeinschaft. Ein Gottesdienst ohne Musik und ohne Gesang ist nicht annähernd so inspirierend wie ein Gottesdienst mit Musik. Die Musik ist ein riesiges Geschenk an die Menschheit. Wenn wir also auffordern, gemeinsam zu singen, fordern wir zu einer Gemeinschaft auf. Und in einer Gemeinschaft steht man füreinander ein, ist füreinander da und unterstützt sich.

Die zweite Aufforderung „träume weiter“ geht dann einen Schritt weiter. Ohne Träume hat man kein Ziel, keine Ausrichtung für sein Leben. Warum tue ich etwas und wofür tue ich es? Diese Frage sollte sich jeder stellen, wenn man sein Leben überdenkt. Und manchmal entdeckt man dann neue Träume in sich, Träume, die das Leben lebenswert machen und auch für andere eine Bereicherung sind.

Diese Wege zu beschreiten, die eigenen Träume zu leben, das erfordert Mut und Vertrauen. Vertrauen in die eigene Kraft aber auch Vertrauen in die Umstände. Und auf die kann man wirklich vertrauen, heißt es nicht „Des Menschen Herz plant seinen Weg, doch der Herr lenkt seinen Schritt“ (Spr 16,9). Und er lenkt nicht nur meinen Schritt, sondern auch den von meinem Nachbarn, so dass sich alles fügt.

Und? Wer hat es erkannt? Es ist das Lied „Dream on“ von Aerosmith. s erschien zum ersten Mal im Jahr 1973. Das Lied war seitdem auf fast allen Best-Of-Alben der Band vertreten. In der Liste der 500 Besten Songs aller Zeiten des Rolling Stone Magazine belegt Dream On den Platz 173. Vor kurzem erst habe ich es im Radio auf einem bekannten Rocksender hören dürfen.

Das Bild vom letzten Mal sollte eigentlich so ziemlich jeder erkannt haben, der in der Nähe von Idensen lebt. Es ist auf dem Dorfgemeinschaftsplatz neben der Boule-Bahn eine schöne Sitzecke, die zum Verweilen und Plauschen einlädt.

Ich wünsche uns allen viele gemeinsame Gesangsstücke, gemeinsames Träume ausleben und gemeinsame gute Erfahrungen. Sing with me!

Kirsten Gutleben

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