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Die Sigwardskirche ist verlässlich täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Neuigkeiten unserer Gemeinde

WererkenntMai20Wer erkennt es – Mai 2020

Herrlicher Sonnenschein, die Vögel zwitschern und eigentlich will man nur raus in die Natur. Eine Fahrradtour machen oder einen Spaziergang, das ist jetzt genau das Richtige. Genau das Richtige, um sich Gedanken über ein Lied zu machen, welches ich erst kürzlich wieder gehört habe.

Hier erst einmal der Songtext:
Will nicht warten
Will nicht warten
Lass uns gleich jetzt gehen!
Werde den Boden treffen
Tanzen, bevor die Musik
Verlangsamt

Was ich sage
Was ich sage
Wenn es etwas zu reparieren gibt
Nimm es zu einem anderen Level
Dies ist der Remix

Jeder, jeder
Geht auf den Tanzfläche
Es kann ein bisschen verrückt werden
Wenn der Tritt den Boden trifft

Mach eine Szene
Mach eine Szene
Keiner kann es ignorieren
Es schlägt nicht, bis du es rockst
Wir können es nicht länger nehmen!
Bring die Lichter zum Leuchten
Lass die Türen hochgehen
Staub dich selbst ab
Schüttel es ab!
Schüttel es ab!
DJ, setz es ab
Nimm es ein Stück höher
Alle zusammen jetzt!
Schüttel es ab!
Schüttel es ab!

Schüttel es ab!
Brech es zu Boden
Brech es zu Boden
Ich hab etwas zu sagen
Wenn du mit mir tanzt
Ist es als würden wir M.I.A. werden

Mach eine Szene
Mach eine Szene
Keiner kann es ignorieren
Es schlägt nicht, bis du es rockst
Wir können es nicht länger nehmen!

Bring die Lichter zum Leuchten
Lass die Türen hochgehen
Staub dich selbst ab
Schüttel es ab!
Schüttel es ab!
DJ, setz es ab
Nimm es ein Stück höher
Alle zusammen jetzt!
Schüttel es ab!
Schüttel es ab!

Sch-sch-sch-schüttel es ab
Du musst es ändern!
Und wenn es nicht der richtige Tag ist?
Bürste es einfach aus heute Nacht
Setz die Haltung auf!
Du bist in meiner Taschen-Stimmung
Und wenn du genug hast
Sch-sch-sch-schüttel es ab!

Bring die Lichter zum leuchten
Lass die Türen hochgehen
Staub dich selbst ab
Schüttel es ab!
Schüttel es ab!
DJ, setz es ab
Nimm es ein Stück höher
Alle zusammen jetzt!
Schüttel es ab!
Schüttel es ab!

Schüttel es ab, eine der Kernaussagen in diesem Lied. Was soll man abschütteln? Alles, was einen ärgert, alles was einem stinkt, alles, was man nicht ändern kann. So wie es im Gelassenheitsgebet heißt: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Abschütteln ist nicht immer so einfach. Man beschäftigt sich mit diesen Dingen, ob man will oder nicht. Vielleicht ist ja doch noch etwas zu ändern? Man sollte eines nicht vergessen: Gegebenenfalls kann ich etwas nicht ändern, aber vielleicht in einer Gemeinschaft? In Matthäus 18, 19-20 steht: „Weiter sage ich euch: wo zwei unter euch eins werden, warum es ist, dass sie bitten wollen, das soll ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ Also muss man nur bitten, und dann gewährt es einem unser Vater. Allerdings verstehe ich den Text so, dass er einem die Möglichkeit gibt, etwas zu schaffen. Gemeinsam für ein Ziel tätig zu sein, dass erleben wir aktuell auch vielerorts, mehr als in „normalen“ Zeiten. Daran sollte man sich gewöhnen, an das Miteinander, an das Zusammen können wir das schaffen. Warum auch nicht?

Meine Kinder haben im Kleinkinderalter die Reihe „Bob, der Baumeister“ auf CD rauf und runter gehört. „Yo, wir schaffen das“ ist seit diesen Tagen ein gern gesagter Spruch bei uns, der auch immer ein leises Lächeln hervorruft. Aber auch Politiker nutzen diesen Spruch gerne, ob es Obama in seinem Wahlkampf ist oder unsere Kanzlerin bei der Flüchtlingsproblematik. Ja, wir schaffen das, gemeinsam. Und dann muss man es nicht abschütteln, sondern es angehen, Veränderungen vornehmen. An sich selbst und an seiner Umgebung, dann hat es zumindest eine Chance, und je mehr Menschen daran teilhaben und mitmachen, desto größer wird diese Chance.

Es ist also wichtig, über die Dinge nachzudenken, bevor man sie wirklich abschüttelt, sich nicht mehr mit ihnen beschäftigt. Wenn einem etwas wichtig ist, besteht oft die Möglichkeit, etwas zu erreichen, was man allein nicht schaffen und manchmal auch nicht vorstellen kann. Dazu muss man aber über seine Wünsche und Hoffnungen reden. Kommunikation ist hier so wichtig, sonst kann man keine Mitstreiter finden.

In Hebräer 10, 24 steht: „und lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken“. Manchmal sind die Wünsche meines Gegenübers nicht identisch mit meinen Wünschen. Und dennoch sollte es uns ein inneres Bedürfnis sein, diese zu unterstützen. Vor der Unterstützung steht aber das Erkennen des Wunsches; und jetzt kommt das aufeinander achthaben zum Tragen. Aufeinander achten und Bedürfnisse erkennen ist so wichtig zu jeder Zeit. Denn nur so erkennt man die Möglichkeiten für Veränderungen. „Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“, so hat schon Johann Wolfgang von Goethe gesagt. Und recht hat er. Und wenn man etwas nicht ändern kann? Dann: Schüttel es ab, akzeptiere es, und schaffe dir neue Freiräume. Nutze die Ressourcen und schaffe etwas Neues.

Und? Wer hat es erkannt? Es ist „Shake it up“ von Selena Gomez. Das Lied wurde 2010 als Titelmelodie für eine Disney-Serie geschrieben („Tanzen ist alles“). Das Bild vom letzten Mal stammt aus dem Ilse-Schlüter-Park in Mesmerode, wo diese Steine schön aufgereiht liegen.

Ich wünsche uns allen das „Wir schaffen das“-Gefühl und zwar nicht nur auf die Corona-Krise bezogen. Ich hoffe, dass unsere Dörfer zusammenhalten und wir aufeinander achten. Bleiben Sie gesund.

geschrieben von Kirsten Gutleben

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