KIRCHENGEMEINDE IDENSEN/MESMERODE

Die aktuelle Planung zum Lebendigen Adventskalender 2019 finden Sie >>>hier<<<.

Neuigkeiten unserer Gemeinde

 

Wer erkennt es – Oktober 2019

WererkenntOkt19

Und wieder ist ein Monat vorbei – Zeit für ein neues „Wer erkennt es?“ Dieses Lied hatte ich mir schon für letzten Monat ausgewählt, aber da kam mir ja eine Nachricht dazwischen. So kommt dieses schöne Lied diesen Monat zur Betrachtung. Hier noch einmal der Text:

Sag mir nicht, das ist alles umsonst
Ich kann dir nur eins sagen
In den Nächten fühlst du dich ausgemustert

Baby, ich bin irgendwo da draußen
Ich sehe alles was du sein kannst
Ich sehe die Schönheit, die du nicht sehen kannst

In den Nächten fühlst du dich ausgemustert
Baby, ich bin irgendwo da draußen

Ich hätte dir am Anfang alle Narben zeigen können
Aber das war immer der schwierigste Teil
Seht, ich bin verliebt in deine Seele, eine Mischung aus Chaos und Kunst
Und wie du nie versuchst, sie auseinander zu halten
Ich schrieb ein paar Worte und starrte dann auf meine Füße
Wurde ein Feigling, als ich sprechen musste
Ich denke, Liebe hat für mich eine andere Bedeutung bekommen
Wenn ich also gehe, weiß ich, dass es mich umbringt zu gehen                           
Zu allen Sternen, die die Straße erhellen
Lass das Mädchen niemals so kalt
Lass mich nie im Stich, führe mich einfach nach Hause                                           

Sag mir nicht, das ist alles umsonst
Ich kann dir nur eins sagen
In den Nächten fühlst du dich ausgemustert
Baby, ich bin irgendwo da draußen
Ich sehe alles was du sein kannst
Ich sehe die Schönheit, die du nicht sehen kannst
In den Nächten fühlst du dich ausgemustert
Baby, ich bin irgendwo da draußen

Aber es gibt Schönheit hier, die noch zu verlassen ist
Es gibt immer noch ein Lied in den Hallen im Dunkeln
Ich werde für dich kommen, wenn du nur bleibst, wo du bist                              
Und ich werde immer deine Hand im Auto halten
Und es wird Tage geben, an denen es schwierig ist, aber ich frage dich
Um das Gegenseitige niemals hinter uns zu lassen, sind wir daran vorbei
Liebe ist nicht für Zyniker gedacht
Das haben wir also, das können wir haben
Zu allen Sternen, die die Straße erhellen
Lass das Mädchen niemals so kalt
Lass mich nie im Stich, führe mich einfach nach Hause

Sag mir nicht, das ist alles umsonst
Ich kann dir nur eins sagen
In den Nächten fühlst du dich ausgemustert                                                          
Baby, ich bin irgendwo da draußen
Ich sehe alles was du sein kannst
Ich sehe die Schönheit, die du nicht sehen kannst
In den Nächten fühlst du dich ausgemustert
Baby, ich bin irgendwo da draußen

Wie lange kannst du auf den warten, den du verdienst?
Weiterkämpfen
Lass es niemals raus, lass es niemals raus
Wenn ich weg bin, wenn du jemals gehst, hoffe ich, dass du es lernst
Weiterkämpfen, weiterkämpfen

Sag mir nicht, das ist alles umsonst
Ich kann dir nur eins sagen
In den Nächten fühlst du dich ausgemustert
Baby, ich bin irgendwo da draußen
Ich sehe alles was du sein kannst
Ich sehe die Schönheit, die du nicht sehen kannst
In den Nächten fühlst du dich ausgemustert
Baby, ich bin irgendwo da draußen

(Wie lang?)
Baby, ich werde irgendwo da draußen sein, irgendwo, irgendwo
(Wie lang?)
Baby, ich werde irgendwo da draußen sein

Wer kennt das nicht: Man geht abends ins Bett, ist müde und möchte schlafen. Und dann fängt das Gedankenkarussell an: Was muss am nächsten Tag erledigt werden, hätte ich einen Fehler vom laufenden Tag vermeiden können, was wird nur aus…. Und so weiter, und so weiter. Das Gedankenkarussell heißt Karussell, weil es sich im Kreise dreht und immer wieder mit dem Gleichen kommt. Es gibt keine Eindrücke und Ablenkungen von außen, man ist allein mit sich und seiner Gedankenwelt. Im Refrain heißt es: „In den Nächten fühlst du dich ausgemustert“. Wenn man sich so allein fühlt, dann kommen auch diese Gedanken: „Gehöre ich noch dazu?“, „Bin ich zu alt?“ oder „Liebt mein Partner mich noch?“. Aber der Refrain sagt ganz richtig: „Baby, ich bin irgendwo da draußen, ich sehe alles was du sein kannst, ich sehe die Schönheit, die du nicht sehen kannst“. Das ist ein tröstlicher Gedanke, damit ist man nicht mehr allein.

In der Bibel heißt es bei Josua 1,9: „Habe ich dir nicht geboten: Sei getrost und unverzagt? Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“ Natürlich macht man Fehler, aber das ist normal, das ist menschlich. Und Gott, der Herr, ist dennoch bei uns, hält auch unsere Hand im Auto, wie es im Liedtext heißt.

Diese Gewissheit sollte uns die Ruhe geben, aus dem Gedankenkarussell heraus zu kommen. Ruhe zu finden, nicht mehr nach Lösungen suchen. Oft genug kommen diese von allein am nächsten Tag. Und hat man ruhig und entspannt geschlafen, kann man auch mit größerer Gelassenheit den Tag angehen.

Die aktuell immer mehr vorhandene Nicht-Gelassenheit trifft man im Alltag immer häufiger an. Ich denke da an meine täglichen Fahrten zur Arbeit: es wird auf der Landstraße überholt auf Brechen und Biegen, egal wie gefährlich die Situation ist, nur um ein paar Minuten eher da zu sein. Tja, oder eben auch nicht, wenn es mal wieder schief gegangen ist.                                                              Ich denke da an eine Situation an einer Kasse im Supermarkt, bei der eine ältere Frau einen Sonderwunsch hatte und danach anfing, nach Kleingeld zu suchen. Schnell war aus der Schlange hinter mir zu hören: „Kann die sich nicht beeilen? Was macht die denn“ und der Ruf nach einer zweiten Kasse kam auf. Die Kassiererin blieb ruhig, ließ eine neue Kasse aufmachen und hatte für jeden ein freundliches Wort. Der Aufgeregte hinter mir kam übrigens nicht schneller dran, da es natürlich dauerte, die zweite Kasse aufzumachen.                                                                   

Wir leben in einer Ich-will-haben-und-zwar-jetzt-Gesellschaft, etwas, was man eigentlich mit 2jährigen erlebt, die sich dann wütend auf den Boden werfen.  Natürlich wirft sich ein Erwachsener nicht auf den Boden, ich glaube aber, manchmal würde er gerne.

In diese Schnelligkeit des Lebens müssen wir Ruhepunkte einbauen, sonst verpassen wir so viel Schönes. Man muss nicht zu allen Einladungen gehen, hat man mehrere, lohnt es sich meistens, sich für eine zu entscheiden und zu einem anderen Zeitpunkt mit dem anderen etwas unternehmen. Sonst kann man beide Feste nicht genießen und das ist für die Gäste und den Gastgeber nicht schön. Langsamer durch die Landschaft zu fahren, kann einem den Blick auf etwas gewähren, was man sonst nicht gesehen hätte. An der Kasse kann man, anstelle sich aufzuregen, noch Auslagen anschauen oder die Gedanken schweifen lassen. Warum denn nicht?

Und dann hat man die Gelegenheit, für anregende Gespräche, für neue Sichtweisen, für den Blick auf den Sternenhimmel oder einen wunderschönen Baum oder Blume. Diese Zeit braucht unsere Seele, damit wir unsere Probleme und Nöte auch einmal von einer anderen Seite sehen können. Und vielleicht findet sich dann eine Lösung?

Im Internet habe ich ein Gelassenheitsgebet gefunden, welches ich gerne hier noch einmal zitiere (die meisten kennen die Kurzform davon):

 Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
  den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
  und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
  Einen Tag nach dem anderen zu leben,
  einen Moment nach dem anderen zu genießen.
  Entbehrung als einen Weg zum Frieden zu akzeptieren,
  sie anzunehmen, wie Jesus es tat:
  diese sündige Welt, wie sie ist,
  und nicht, wie ich sie gern hätte,
  zu vertrauen, dass Du alles richtig machen wirst,
  wenn ich mich Deinem Willen bedingungslos ausliefere,
  sodass ich in diesem Leben ziemlich glücklich sein möge
  und im nächsten Leben für immer überglücklich.
  Amen.                                                       
(https://de.wikipedia.org/wiki/Gelassenheitsgebet)

 

Wenn ich das nächste Mal schlaflos im Bett liege, werde ich ein solches Gebet sprechen, ggf. meine Sorgen und Nöte einbauen und dann entspannt einschlafen.

Und? Wer hat es erkannt? Es ist das Lied Outnumbered von Dermot Kennedy. Es ist am 16.08.2019 erschienen auf dem Album Without Fear. Der Künstler hat zu dem Lied gesagt: „,Outnumbered’ ist ein Versuch, jeden zu trösten, der sich überfordert fühlt. Eine Erinnerung daran, dass Schönheit gefunden werden kann, egal wie dunkel die Nacht auch erscheinen mag. Ich hoffe, dass es eine Quelle der Beruhigung für jeden sein kann, der durch harte Zeiten geht. Zu wissen, dass es besser wird und die harten Zeit der Vergangenheit angehören werden.““  (https://www.music-allnew.com/dermot-kennedy-outnumbered).

Das Bild vom letzten Mal stammt von dem Gebäude der Feuerwehr in Idensen, passend zum letzten Text und ich finde auch von diesem. Mal sehen, ob das heutige Bild auch so schnell erkannt wird.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wir uns nie ausgemustert fühlen müssen. Ich wünsche uns Ruhe und Gelassenheit und viele schöne und auch mal andere Einblicke.

                                                                                   Geschrieben von Kirsten Gutleben

Diese Webseite verwenden Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen. Bitte geben Sie uns dazu Ihre Zustimmung.